Kathrin Anja Ottilie Greube geb. Kreier

Kathrin Greube
freischaffende Künstlerin
 

Das Malen ist die Art mich auszudrücken.

Ich bin Autodidakt, noch bevor ich sprechen konnte, stellte ich meine Empfindungen zeichnerisch dar. Im Kindergarten saß ich die meiste Zeit in der Malecke, meine Schulhefte waren angefüllt mit Skizzen, selbst die Wände in meinem Zimmer waren ein Spiegel meiner Kreativität. Im Alter von 10 Jahren porträtierte ich mich selbst und mit 16 malte ich meinen ersten Selbstakt.
Ausdauernd und mit großem Eifer verbrachte ich unzählige Stunden damit, Gesichter aus Zeitschriften abzuzeichnen, bis die Techniken zu den Darstellungen immer perfekter wurden und ich mit den Ergebnissen zufrieden war.
 
Malen ist für mich eine ständige Entwicklung und bei jedem Bild lerne ich dazu.

Neben der Freien Waldorfschule besuchte ich als Jugendliche zur Weiterbildung die Kurse: "Porträtzeichnen", "Aktzeichnen", "Freie Malerei", und "Malen mit Musik".
Dreimal bewarb ich mich auf ein Kunststudium, dreimal wurde ich abgelehnt. Ich sei zu festgefahren, lautete das Urteil der Hochschul-Kommission. Heute bin ich froh darüber, kein Kunststudium aufgenommen zu haben, denn ich habe keine Vorbilder, bin von keiner Kunstrichtung geprägt und von keiner Kunstschule geleitet worden.

Kindheit

Kathrin, 9 Jahre alt
Am 15.Juli 1971 wurde ich in Oldenburg geboren,
kurz vor meiner Einschulung trennten sich meine Eltern. Meine Mutter ging neue Wege und ich wuchs in einer Frauen-WG auf, in der ich viele Freiheiten genoss.
Schon früh machte ich die Erfahrung, dass es viele verschiedene Lebenseinstellungen und unterschiedliche Perspektiven gibt, die Welt zu betrachten. Ich bewegte mich zwischen drei Welten: die antiautoritäre Welt der Frauen, die Welt der Glaubensgrundsätze der Freien Waldorfschule und am Wochenende in der konservativen Welt meines Vaters.
Heute sehe ich die verschiedenen Einflüsse meiner Kindheit als eine wichtige Erfahrung für die Weiterentwicklung meiner Malerei an. Ich traute mich, Grenzen zu überwinden, Dinge nicht als "Richtig" oder "Falsch" zu klassifizieren, und sehe in der Toleranz und der Unvoreingenommenheit eine der Grundlagen für die Entstehung meiner Bilder.
 
  • 1989, mit 17 Jahren Auszug nach Oldenburg, in eine eigene Wohnung. Neben der Schule   jobbte ich für meinen Lebensunterhalt.

Schule

  • 1990 Freie Waldorfschule OL, Abschluss: Sekundar 2, Jahresabschlussarbeit: "Porträt und seine Proportionen vom Kleinkind bis zum Erwachsenden"
 
  • 1990-1991 Berufsbildende Schule OL, BGJ Bautechnik, Praktikum: Bauzeichnerin
 
  • 1995-1997 Fachoberschule für Gestaltung OL, Abschluss: Fachhochschulreife

Sturm- und Drangzeit

Von 1990 bis 1999 verlief mein Leben turbulent. Ich jobbte, machte Praktika, suchte nach meiner Berufung, die Geld einbringen sollte und insbesondere suchte ich mich.
Ich genoss einerseits das Nachtleben und hatte andererseits Einblicke in viele Berufe, wie Putzfrau, Goldschmiedin, Küchenhilfe, Erzieherin, Schaufenstergestalterin, um nur einige zu nennen.
Nirgends konnte ich mich einfügen, nichts von all dem war richtig für mich, dennoch war diese Zeit wichtig.
Viele "verrückte" Bilder sind in dieser Sturm- und Drangzeit entstanden.
 
  • 1999 hatte ich meine erste Ausstellung, unter dem Titel "Frauen ver-rückt". Sie war ein großer Erfolg mit positiver Resonanz. Sieben von acht ausgestellten Bildern wurden verkauft. Das war ein Schlüsselerlebnis, denn nun wusste ich, ich hab doch eine Chance in der Kunstwelt.

Nun Erwachsen?

Mein Sohn Tim
2000 Geburt meines Sohnes Tim. Er hat eine Körperbehinderung und sitzt deswegen im Rollstuhl. Ich habe Tim alleine großgezogen. Durch ihn lernte ich Verantwortung zu übernehmen und mich mit einem anderen Selbstbewußtsein durchzusetzen. Die Kunst rückte in den Hintergrund, da ich dringend gebraucht wurde. Mit der Malerei auszusetzen, hat sich gelohnt. Tim geht es sehr gut, er besucht das Gymnasium, hat viele Freunde und dieselben Allüren wie andere Kinder auch. Ich bin sehr stolz auf ihn.
 
  • 2005-2006, Kunstpädagogische Mitarbeiterin an der Freien Schule OL
  • seit 2008 Mitglied im Kunstverein Schwarmstedt
  • seit 2008 Mitglied am Kulturstammtisch Schwarmstedt
  • 2010-2011 Arbeitsplatz im Uhe-Hof-Atelier, eine Stiftung der Samtgemeinde Schwarmstedt
  • 2010-2011 Kursleiterin für Kinder an der Kunstschule PINX in Schwarmstedt